Warum so wenig Männer Rollkragenpullover tragen (obwohl Frauen total darauf stehen!)
Männer mit Rollkragenpullover sehen irgendwie smart aus. Gebildet. So, als ob sie Klavier spielen könnten und sonntags bei einem Kaffee den Feuilleton-Teil der Zeitung studieren. Außerdem wirkt ein Rolli kuschelig. Von einem Mann mit Rollkragenpullover möchte man als Frau gerne in den Arm genommen werden, während im Hintergrund ein Kuschelrock-Schmonzettensong läuft. So weit zur Klischee-Rolli-Fantasie von Frauen. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus.
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Frauen lieben Männer in Rollkragenpullovern (wie hier Antoine Arnault). Doch leider wollen viele Männer keinen tragen ...
Männer tragen keine Rollkragenpullover. Sie hassen sie! Aber warum eigentlich? Wir haben uns mal umgehört. Die häufigsten Antworten: Männer fühlen sich darin eingeengt und behaupten, sie könnten darin nicht atmen (klar, Wolle ist ja auch nicht elastisch).
Außerdem glauben sie, Rollkragenpullover würden am Hals kratzen (Hallo? Schon mal von Kaschmir gehört?) und spießig und unlocker aussehen. Vollbartträger reden sich damit heraus, dass am Bart angeblich jede Menge Fussel hängen bleiben und andere Kerle sagen, dass ein solcher Pulli wie eine Steve-Jobs-Verkleidung wirken würde. Puh. Scheint so, als würde man einen Mann eher in eine Strickstrumpfhose bekommen als in einen Rollkragenpullover.
Einzige Möglichkeit, es doch zu schaffen: Den Pullover selber machen. Denn fast alle Männer unserer kleinen internen Umfrage würden sich verpflichtet fühlen, einen selbst gestrickten Rollkragenpullover ihrer Freundin anzuziehen. Hm.
Vielleicht setzen wir uns am Wochenende ja mal in ein Café und stricken eine Runde – und warten dabei ganz unauffällig, ob nicht doch ein Kerl vorbei kommt, der bei einem Milchkaffee den Feuilleton studiert – im kuscheligen Rollkragenpullover natürlich.
Und ganz ehrlich auch unter einer Lederjacke, einem Wollmantel oder einer Bomberjacke sieht ein Rollkragenpullover einfach mehr als nur cool aus.
(Text: Kerstin Weng)