Eines für alle: Das Sweatshirt
Der Sportpullover, den Athleten 1920 in den USA zum ersten Mal vor dem Wettkampf trugen, er hielt die Muskeln warm und verringerte die Verletzungsgefahr. Es hat nicht lange gedauert, bis auch High-School-Mannschaften den Vorteil erkannten und ihn mit Mannschaftsnummern oder Uninamen bedruckten. Die Studenten-Sweatshirts prägten übrigens den Modebegriff “College-Look” mit. Allein das zeigt doch schon, wie essentiell der Sweater für die Mode ist.
Sweater in der Streetfashion
Denn Sweater haben die Eigenschaft immer den Zeitgeist zu treffen. Sind wir mal wieder eine Zeit lang mit bunten, krawalligen Modetrends überflutet worden, freuen wir uns umso mehr auf das dezente, unifarbene Sweater in unserem Schrank. Und regiert mal wieder der Minimalismus die Mode, greifen wir einfach zur bedruckten Variante. Dann wirkt der Look gleich gepimpt.
Später dann, irgendwann in den 70ern, schaffte es das Sweater von der Streetfashion zur Highfashion, also auf den Laufsteg. Seitdem gibt es eigentlich keinen Designer, der nicht irgendwann im Laufe seiner Karriere den Sweater in seiner Kollektion hatte.
Einfach nur Hip (Hop)
Nicht nur, dass Amerika die Geburtsstätte des Sweaters ist, nein die USA hat auch die bekannteste Hip Hop Szene der Welt. Und da alle Hip-Hopper bekanntlich auf bequeme Kleidung abfahren und sportlich casual das Markenzeichen echter Hiponisters ist, passt der Sweater wie die Faust aufs Auge zum Hip Hop.
Im Fitness Bereich
Aus dem Sweater entstanden später auch Hoodie und Sweatshirtjacke. Das coole am Hoodie ist die zusätzliche Kapuze mit Tunnelzug und eine Bauchtasche. Funktionaler ist die Sweatshirtjacke. Sie unterscheidet sich nur am durchgehenden Reißverschluss auf der Brust vom Hoodie. So kann man sie schneller und bequemer ausziehen. Genau deshalb ist sie auch so beleibt in der Fitnessszene. Sie gehört quasi schon zum guten Ton, für alle, die auf den Weg ins die Muckibude sind oder sich am Heimweg befinden. Die Sweatshirtjacke gehört einfach dazu.
Obwohl man vielleicht denken könnte, Sweater ist Sweater und sieht immer gleich langweilig aus, liegt man mit dieser Vermutung weit daneben. Sicher, klare Vorgaben wie er aussehen soll gibt es, aber trotzdem hat jedes Label das ein oder andere Detail geändert. Vielleicht die Größe der Kreuznaht, eine taillierte Passform oder farblich abgesetzte Ärmel? Was auch immer, er wird nie gleich aussehen und genau deshalb hat für jede Zielgruppe etwas zu bieten. Verzierungen aus Schmucksteinen, Pailletten, Aufschriften, abgesetzte Lederärmel oder einfach unifarben ganz plane.
Der Sweater wird unsere Kleiderschränke in der ein oder anderen Form noch sehr lange beherrschen, da bin ich mir sicher.
Sweater sind nicht nur gemütliche Basics, sondern auch richtig fashy mit bunten Aufdrucken, Pailletten oder Stickereien. Wie man sie richtig stylt seht ihr in der Slideshow.